CWD
  • FVA-Gondel - digital twin
    FVA-Gondel - digital twin
  • Aufbau FVA-Gondel
    Aufbau FVA-Gondel
  • Center for Wind power drives
    Center for Wind power drives
  • Conference for Wind Power Drives 2017
    Conference for Wind Power Drives 2017
  • Aufbau FVA-Gondel
    Aufbau FVA-Gondel
  • Conference for Wind Power Drives 2017
    Conference for Wind Power Drives 2017
  • Vorstellung des 4MW Prüfstandes
    Vorstellung des 4MW Prüfstandes
  • Conference for Wind Power Drives 2017
    Conference for Wind Power Drives 2017
27.03.2019 11:55
Kategorie: Allgemeine News

Conference for Wind Power Drives 2019


Highlights:

  • Aufbruch zum agilen und modellbasierten Produktentstehungsprozess der Zukunft
  • Schlüsseltechnologien - Leistungsdichte von Getrieben und neuartige Hauptlagerungen

Das Center for Wind Power Drives (CWD) begrüßte gemeinsam mit dem Institut für Maschinenelemente und Systementwicklung (MSE) vergangene Woche 450 internationale Fachleute zum Antriebstechnischen Kolloquium sowie zur Conference for Wind Power Drives 2019. Kernthemen der Fachkonferenzen bildeten Lagertechnik, Tribologie, mobile Arbeitsmaschinen, Triebstrang- und Generatortechnologien von Windenergieanlagen (WEA), Wind 4.0 sowie der agile Produktentstehungsprozess (PEP) der Zukunft. Die einleitende gemeinsame Plenarsession zum Thema agiler PEP machte deutlich, dass auf Grundlage der Digitalisierung und fortschreitenden Leistungsfähigkeit von computergestützten Entwicklungswerkzeugen (CAx) signifikante Änderungen des herkömmlichen PEP erwartet werden können. Zudem liefern Internet of Things (IoT) und Anwendungen der Industrie 4.0 bereits heute eine Datenflut, deren Organisation und Nutzung ohne enge Koppelung mit gut strukturierten, digitalen Produktmodellen kaum möglich erscheint. Der Forschungsbereich Systems Engineering (SE) des MSE sowie das CWD verfolgen die Vision, den Wandel der Produktentstehung auf Basis dokumentenbasierter und geometrieorientierter Prozesse hin zu digitalen, physikalisch motivierten modellbasierten Prozessen zu gestalten. Ziel ist nicht nur, die Entstehung immer komplexerer Smart Products und Smart Services über alle Disziplinen hinweg beherrschbarer zu machen, sondern darüber hinaus herkömmliche Entwicklungsprozesse um min. 60% zu verkürzen und die notwendigen Entwicklungskosten auf 30% zu senken. „Systems Engineering unterstützt Entscheidungen in agilen Entwicklungsprozessen und ermöglicht individuell abgestimmte Betriebsstrategien digitalisierter Produkte“, legte Professor Georg Jacobs, Gastgeber von CWD und ATK 2019, die Motivation des CSE dar.

Eine weitere zukunftsweisende Thematik, die anhand unterschiedlicher Case Studies auf der CWD 2019 analysiert wurde, betraf die Leistungsdichte von Getrieben für Windkraftanlagen sowie die Entwicklung gleitgelagerter Hauptlagerungen: Zunehmender Kostendruck bestimmt das Tagesgeschäft der Hersteller von WEA und ihrer Komponenten immer deutlicher. Signifikante Steigerungen der Getriebeleistungsdichte prägen allgegenwärtig die Diskussionen, so auch auf der CWD 2019. In diesem Zusammenhang nutzen die Hersteller zunehmend die  Vorteile der Gleitlagertechnik nicht nur für Getriebe sondern auch für Rotorlager. Die patentierte Entwicklung eines konischen Gleitlagers am Center for Wind Power Drives, das auf der diesjährigen CWD vorgestellt wurde, erlaubt durch seine Formgebung einen sehr kompakten, kurzen Triebstrang. Durch eine doppelt-elastische Anbindung der einzelnen Lagerpads können diese sich an die Belastungssituation anpassen und effektiv das Kantentragen des Lagers vermeiden. Darüber hinaus können die Lagerpads auf dem Turm getauscht werden, was enorme Kostenvorteile bei der Instandhaltung bietet.

Unternehmen, die sich für zukunftsweisende Thematiken interessieren, sind eingeladen, die Strategie des Centers for Systems Engineering aktiv mitzugestalten. Die nächste Gelegenheit bietet der CSE-Workshop im Juni 2019 zu den Themen „Praktische Umsetzung von MBSE“ und „Change Management“. Fragen und Anmeldungen werden gerne unter info@cse.rwth-campus.com entgegengenommen.

Wir freuen uns auf unsere Gäste in 2021 und sehen gemeinsamen Projekten entgegen, deren Ergebnisse die nächsten Konferenzen gestalten werden.